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Krise mit Libyen: Schweiz lenkt ein

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Krise mit Libyen: Schweiz lenkt ein

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Die Schweiz ist bereit, in der diplomatischen Krise mit Libyen die Einreiseverbote gegen die Führungsriege von Staatschef Muammar Al-Gaddafi aufzuheben. Nach einem Treffen mit EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton in Brüssel sagte die schweizerische Außenministerin Micheline Calmy-Rey, die Schweiz habe ihren guten Willen gezeigt. Libyen solle nun im Gegenzug die Einreiseverbote gegen Bürger aus dem Schengen-Raum wieder aufheben. Mit dem Schritt kommt die Schweiz einer Forderung der EU-Diplomatie nach. Immer mehr Schengen-Länder störten sich daran, dass sie unter dem Streit zwischen Libyen und der Schweiz ebenfalls zu leiden hatten.

Bern geht es in erster Linie um die Befreiung des in Libyen festgehaltenen schweizerischen Geschäftmanns Max Göldi. Die libysche Justiz wirft ihm Visavergehen vor. Schweizer Medien berichteten, Göldi gehe es gesundheitlich schlecht im libyschen Gefängnis.

Der Konflikt zwischen Tripolis und Bern geht auf die Verhaftung eines Gaddafi-Sohnes in der Schweiz im Jahr 2008 zurück. Wegen Misshandlungsvorwürfen war Hannibal Gaddafi vorübergehend festgenommen worden. Vater Muammar Al-Gaddafi hat dies den Eidgenossen nicht verziehen.