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Runder Tisch gegen Kindesmissbrauch

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Runder Tisch gegen Kindesmissbrauch

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Nach der Welle von Missbrauchsfällen nimmt sich die Bundesregierung der Aufarbeitung an. Sie ernannte die frühere Familienministerin Christine Bergmann zur unabhängigen Beauftragten für Missbrauchsopfer. Sie soll ihnen als Ansprechpartnerin dienen und Regeln zur materiellen oder immateriellen Hilfe für die Opfer erarbeiten.

Außerdem wird ein Runder Tisch unter Vorsitz der Ministerinnen für Justiz, Bildung und Familie über bessere Prävention, rechtspolitische Folgen und Opferentschädigung beraten. “Wir haben diesen Runden Tisch und auch das Mandat der Beauftragten so angelegt, dass deutlich wird, jetzt geht es primär um die Opfer”, so Bildungsministerin Annette Schavan.

Der Runde Tisch wurde für den 23. April einberufen. Er soll unter anderem Maßnahmen zur Sensibilisierung der Fachkräfte ausarbeiten.

Die Idee, zwei Runde Tische einzuberufen – einer für Justizfragen, einer für Familie und Bildung – wurde fallengelassen. Von Opferseite regte sich allerdings Kritik, dass keine Missbrauchsopfer selbst vertreten seien.

Nach den Enthüllungen über Kindesmissbrauch in katholischen Einrichtungen ist das Vertrauen der Deutschen in die katholische Kirche laut Umfrage von knapp 30 Prozent auf 17 gesunken. Auch der Papst büßte an Popularität ein.