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Eurozone greift Griechenland unter die Arme

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Eurozone greift Griechenland unter die Arme

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Die Länder der Eurozone haben sich auf einen Rettungsplan für das hoch verschuldete Griechenland geeinigt. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel setzte beim EU-Gipfel in Brüssel harte Bedingungen für mögliche Milliarden-Kredite durch. Sie sollen gegebenenfalls auch vom Internationalen Währungsfonds kommen und könnten einen Umfang von 20 bis 23 Milliarden Euro haben. Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou sagte, Europa und die Europäische Union hätten sich einer großen Herausforderung gestellt und seien ihr mit Entschlossenheit begegnet. Die europäischen Führer beschützten die EU und die europäische Gemeinschaftswährung. Zunächst sollen die Länder der Eurozone Griechenland mit freiwilligen Krediten helfen.

Erst an zweiter Stelle kommt der Internationale Währungsfonds. Das Verhältnis soll zwei Drittel gegen ein Drittel betragen. Die in Aussicht gestellten Kredite sollen nur als letzte Möglichkeit gewährt werden. Der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, sagte, man habe die richtige Entscheidung getroffen im Hinblick auf ein außergewöhnliches Problem in einem der Mitgliedsstaaten, einem Mitglied der Eurozone und angesichts aller Folgen, die das für die Stabilität der Wirtschafts- und Währungsunion haben könne.

Griechenland ist mit knapp 300 Milliarden Euro verschuldet und kämpft auf den Finanzmärkten um seine Kreditwürdigleit. Bundeskanzlerin Merkel setzt sich seit Wochen für eine Lösung ein.
Euronews-Korrespondent Sergio Cantone sieht diese Lösung zum einen Teil als Wette, zum anderen als Hoffnung. Die Wette sei, dass die Märkte sich mit diesem Abkommen zurückhalten würden und Griechenland nicht angriffen. Die Hoffnung, dass der Internationale Währungsfonds gegenüber den Ländern der Eurozone eine untergeordnete Rolle spiele.