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Papst warnt vor falschem Umgang mit Sexualität

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Papst warnt vor falschem Umgang mit Sexualität

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Papst Benedikt XVI. hat anlässlich des 25. Jubiläums des Weltjugendtages in Rom auf dem Petersplatz die jungen Menschen vor den Gefahren der Drogen und vor einem falschen Umgang mit der Sexualität gewarnt. Vor mehr als 70.000 Menschen sagte Benedikt, Mensch sein bedeute zu verzichten. Erst im Verzicht sei wahre Freiheit zu finden.

Zu den Fällen von sexuellem Missbrauch innerhalb der Kirche nahm Benedikt nicht Stellung. Die Zeitung “New York Times” hatte geschrieben, der Papst habe zur Vertuschung von Sexualverbrechen beigetragen.

Aus geheimen Kirchendokumenten gehe hervor, dass Benedikt – damals Josef Ratzinger – Ende der 90er Jahre vom Erzbischof von Milwaukee über einen Priester informiert worden sei, der 200 Jungen missbraucht haben soll, Ratzinger habe nicht reagiert.

Ein Vertreter der Opfer aus Milwaukee sagte, der Priester habe eine Begabung für Benefizveranstaltungen gehabt und so viel Geld in der Kassen der katholischen Kirche geschafft. Anscheinend habe der Vatikan auf dieses Talent nicht verzichten wollen.

Gestern hatte der Papst den Rücktritt eines weiteren Bischofs in Irland angenommen. In einem Hirtenbrief an die irischen Katholiken verurteilte Benedikt den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen scharf.