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START-Nachfolgeabkommen unterschriftsreif

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START-Nachfolgeabkommen unterschriftsreif

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Russland und die USA haben sich am Freitag auf einen neuen atomaren Abrüstungsvertrag geeinigt. Das START-Nachfolge-Abkommen soll am 8. April in Prag unterzeichnet werden. Bei einem Telefongespräch erzielten der russische Präsident Dmitri Medwedew und US-Präsident Barack Obama die endgültige Einigung.

“Generell gesagt bringt der neue START-Vertrag Fortschritte auf mehreren Gebieten. Er verringert die Zahl der Nuklearwaffen, die die USA und Rußland stationieren werden, um ein Drittel. Es gibt eine signifikante Reduzierung der Raketen und Trägersysteme und ein effektives Überwachungsregime. Und wir behalten die Flexibilität, die wir für unsere nationale Sicherheit brauchen”, erklärte Obama.

Das heißt, dass die USA weiter an einem Raketenabwehrsystem arbeiten können. Dieser Punkt war wegen russischer Bedenken lange umstritten. Dennoch zeigte sich auch die russische Seite mit dem Ergebnis zufrieden.

“Bei dem Telefongespräch der Präsidenten Rußlands und der USA zeigten sich beide Seiten mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden. Das Hauptziel wurde erreicht: der neue START-Vertrag wahrt das Interessengleichgewicht beider Staaten”, sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow.

Das Abkommen sieht vor, die Zahl der Nuklearsprengköpfe innerhalb der nächsten sieben Jahre von je 2200 auf je 1550 zu verringern. Die Zahl der Trägersysteme soll auf jeweils 800 halbiert werden.