Eilmeldung

Eilmeldung

Allawi nach Wahlsieg gesprächsbereit

Sie lesen gerade:

Allawi nach Wahlsieg gesprächsbereit

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem knappen Wahlergebnis im Irak hat Ministerpräsident Nuri al-Maliki erneut angekündigt, er werde das Ergebnis anfechten. Die Wahlkommission hatte am Vorabend das Bündnis des früheren Regierungschefs Ijad Allawi zum Sieger erklärt. Sein Bündnis sei zu Gesprächen mit allen Parteien bereit, erklärte Allawi, auch mit al-Malikis Koalition: Der Irak gehöre nicht einer Person, und auch nicht einer religiösen oder politischen Partei, der Irak gehöre allen Irakern.

Allawis Bündnis erhielt 91 Mandate, Malikis Koalition 89. Die religiöse Schiiten-Allianz errang 70 Mandate, das Kurden-Bündnis 43.

Ein unschönes Ergebnis sei das, sagte ein Mann in Bagdad und betonte: “Wir sind gar nicht zufrieden.” Viele Stimmen seien falsch ausgezählt worden, deshalb müsse die Auszählung wiederholt werden. Eine schnelle Regierungsbildung wünschte sich ein anderer: Wenn Gott es wolle, werde Allawi Stabilität für den Irak erlangen, und Jobs für die Arbeitslosen.

Der irakische Präsident, der Kurde Dschalal Talabani erklärte, eigentlicher Wahlgewinner sei das Volk. Mit der Wahl habe es der Bildung einer “nationalen Regierung” den Boden bereitet, sagte Talabani bei einem Besuch im benachbarten Iran.