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Südkorea sucht Ursache für Havarie

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Südkorea sucht Ursache für Havarie

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Nach dem Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes nahe der Seegrenze zu Nordkorea hat Südkoreas Präsident Lee Myung-bak eine “schnelle und gründliche” Untersuchung der Ursache gefordert. Dabei müssten “alle Möglichkeiten” in Betracht gezogen werden, zitierten Nachrichtenagenturen Lee. Der Vorfall ereignete sich nahe der südkoreanischen Insel Baengnyeong im Gelben Meer. In dem Seegebiet zwischen den beiden Koreas ist es schon häufiger zu Zwischenfällen gekommen. Das Präsidialamt in Seoul teilte nach einer Krisensitzung der für Sicherheitsfragen verantwortlichen Minister mit, es gebe bislang keine “besondere Bewegung” auf nordkoreanischer Seite. Zunächst hatte es geheißen, das Kriegsschiff sei am Freitagabend möglicherweise von einem nordkoreanischen Torpedo getroffen worden. Wie es zu der Explosion im Heck des 1200-Tonnen-Schiffes kam, ist aber nach wie vor unklar. Noch immer werden 46 Marinesoldaten vermisst. 58 Besatzungsmitglieder der “Cheonan” konnten gerettet werden. Es werde befürchtet, dass der Rest der Mannschaft ums Leben gekommen sei, hieß es. Die nordkoreanische Regierung hatte erst Anfang März vor dem jährlichen Militärmanöver der in Südkorea stationierten US-Streitkräfte erneut mit Aufrüstung und Krieg gedroht.