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Geringe Beteiligung bei Regionalwahl in Italien

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Geringe Beteiligung bei Regionalwahl in Italien

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Die Regionalwahlen in Italien sind schleppend angelaufen: Nur jeder zehnte Wahlberechtigte war bis zum Mittag an die Urnen gegangen – knapp drei Prozent weniger als bei den vergangenen Regionalwahlen, vor fünf Jahren. Regierungschef Silvio Berlusconis Partei ist dabei diejenige der die schwache Beteiligung am meisten Stimmen kosten könnte: Umfragen zufolge haben Affären und Korruptionsprozesse an seinem Image gekratzt.

Insgesamt wird in 13 von 20 Regionen gewählt – 11 davon wurden bisher vom Mittelinks-Bündnis regiert, das in Rom in der Opposition ist. Ob aber die Mittelinks-Kandidaten – wie die ehemalige europäische Kommissarin und Ministerin Emma Bonino, die in der Hauptstadt-Region Latium antritt – aus Berlusconis Popularitätsverlust Nutzen ziehen können, ist fraglich.

Wahrscheinlicher ist, dass die großen Gewinner der Wahl Berlusconis Koalitionspartner sein werden. So könnte die offen fremdenfeinliche ‘Lega Nord’ in vielen Teilen Norditaliens stärkste Partei werden und damit auch auf mehr Gewicht in der Regierungskoalition in Rom drängen.