Eilmeldung

Eilmeldung

Kaum noch Hoffnung auf Überlebende

Sie lesen gerade:

Kaum noch Hoffnung auf Überlebende

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem Untergang eines Kriegsschiffes im Gelben Meer sucht die südkoreanische Regierung weiter nach der Ursache. Präsident Lee Myung-bak ordnete eine “schnelle und gründliche” Untersuchung des Vorfalls an. Taucher suchen weiter nach Besatzungsmitgliedern der “Cheonan”. 46 von 104 Seeleuten werden noch vermisst, es gibt kaum noch Hoffnung, sie lebend zu bergen.

Der Kapitän des Schiffes, Choi Won Il, sagte, er habe den Ablauf des kommenden Tages geplant, als das Schiff um 90 Grad nach rechts gedriftet sei. Er habe einen Knall gehört, gleichzeitig seien die Generatoren und die Kommunikationssysteme ausgefallen. Die “Cheonan” war an der Seegrenze zum kommunistischen Nordkorea auf Patrouillenfahrt, als am Freitagmittag eine Explosion ein Loch in den Schiffsrumpf riss. Die südkoreanischen Militärs gehen davon aus, dass das Schiff entweder auf eine Seemine lief oder sich an Bord eine Explosion ereignete. Vor der Marinebasis in Pjeongtaek demonstrierten Familienangehörige der vermissten Seeleute. Sie werfen den Behörden vor, dass sie ihnen Informationen vorenthalten. In ersten Berichten war spekuliert worden, das Schiff sei möglicherweise von einem nordkoreanischen Torpedo getroffen worden. Die Ermittler halten diese Version angesichts der Umstände aber inzwischen für unwahrscheinlich.