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Athen hofft auf Geld aus neuer Anleihe

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Athen hofft auf Geld aus neuer Anleihe

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Griechenland will sich weiteres Geld am Kapitalmarkt beschaffen und hat daher am Montag mit der Ausgabe einer neuen, siebenjährigen Staatsanleihe begonnen. Die Anleihe wird am 20. April 2017 fällig. Laut Medienberichten erhielt Athen Angebote von 175 Investoren in Höhe von mehr als sechs Milliarden Euro.

Analysten begrüßen den Schritt. “Der Zeitpunkt war richtig”, meint der griechische Wirtschaftswissenschaftler Gikas Hardouvelis. “Die griechische Regierung muss den Markt testen und es ist gut, dass sie das gleich nach der EU-Einigung auf einen Notfallplan aus der Vorwoche getan hat.”

Mit der Begebung der Anleihe wurden fünf Banken beauftragt, die griechischen Institute Alpha Bank und Emporiki, die französische Société Générale, die niederländische ING und die Bank of America-Merrill Lynch. Der Chefhändler der Close Brothers Seydler Bank, Oliver Roth, gab in Frankfurt allerdings eines zu bedenken: “Natürlich reichen über 300 Basispunkte Aufschlag mit der Garantie von IWF und EU, um die Griechenland-Anleihe zu plazieren, aber Griechenland muss über 300 Basispunkte mehr zahlen und das heißt, sie können das Geld im Staatshaushalt gar nicht so schnell einsparen, wie sie es über Zinsen über den freien Markt wieder ausgeben müssen.”

Griechenland benötigt bis Mai rund 20 Milliarden Euro zur Schuldenbegleichung. Insgesamt muss das Land in diesem Jahr rund 54 Milliarden Euro an den Finanzmärkten aufnehmen.