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Blutbad in der Moskauer U-Bahn

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Blutbad in der Moskauer U-Bahn

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In der Moskauer U-Bahn haben Selbstmordattentäter ein Blutbad angerichtet. Mindestens 38 Menschen wurden getötet, als sich zwei Frauen während der morgendlichen Hauptsverkehrszeit in den voll gedrängten Waggons an verschiedenen Stationen in die Luft sprengten. Über Sechzig Menschen wurden verletzt.

Um kurz vor 8 Uhr (Ortszeit) brach das Chaos los, als sich eine der beiden Frauen mit vier Kilogramm TNT in der Station Lubjanka in die Luft sprengte. Gleich überhalb der Station befindet sich der Sitz des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB. An der Haltestelle ‘Park Kultury’ folgte eine Dreiviertel Stunde später der zweite Anschlag – auch hier die selbe Vorgehensweise.

An der Station ‘Park Kultury’ wurden später der Kopf und weitere Körperteile einer Attentäterin gefunden, die offenbar zwischen 18 und 20 Jahren alt war. Meldungen, nach denen dort auch ein nicht explodierter Sprengstoffgürtel entschärft wurde, bestätigten sich nicht.

Aus Kreisen des FSB-Geheimdienstes hieß es schon am frühen Morgen, die Frauen gehörten zu einer Terrorgruppe aus dem Nordkaukasus. Möglicherweise handelt es sich um einen Racheakt, denn russische Einheiten hatten in der Region – zu der auch Tschetschenien gehört – kürzlich dutzende Rebellen getötet.

Vor allem in Inguschetien und Dagestan hatten in den vergangenen Monaten die Spannungen wieder zugenommen. Im Laufe des Tages wurde auch bekannt, dass auf der Internetseite radikaler Muslime aus der Region eine Rebellenführer kürzlich Anschläge in russischen Städten angekündigt hatte.