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Erstmals Treffen zwischen Oppositon und Regierungschef

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Erstmals Treffen zwischen Oppositon und Regierungschef

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Nach wochenlangen Massenprotesten gegen die Regierung in Thailand hat Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva erstmals Gespräche mit den Demonstranten geführt. Das dreistündige Treffen zur Entschärfung der innenpolitischen Krise blieb ohne konkretes Ergebnis, soll aber heute fortgesetzt
werden. Die sogenannten “Rothemden” des Oppositionsbündnisses UDD bekräftigten
dabei ihre Forderung nach Neuwahlen. Oppositionsführer Veera Musikapong sagte, die Forderung sei einfach und direkt: “Löst das Parlament auf, damit das Volk entscheiden kann.”

Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hat die Rückendeckung der Armee, der Monarchisten und der alten Eliten. Er sagte, grundsätzlich halte er die Auflösung des Parlaments für mit dem System vereinbar. Allerdings stelle sich die Frage, was man dann tun solle. Was das Ziel sei? Das Treffen Abhisits mit den Regierungsgegnern wurde im thailändischen Fernsehen übertragen. In Bangkok hatten am Wochenende erneut mehrere zehntausend Anhänger der Opposition gegen die Regierung demonstriert und den Rücktritt des Ministerpräsidenten gefordert. Mindestens zwölf Menschen wurden durch Handgranaten verletzt.

Die Opposition wird zum Teil von dem 2006 gestürzten Regierungschef Thaksin Shinawatra finanziert. Er ist im Exil in Dubai, um einer zweijährigen Haftstrafe in Thailand zu entgehen.