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FARC-Rebellen lassen Geisel frei

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FARC-Rebellen lassen Geisel frei

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Ohne Gegenleistung des kolumbianischen Staates haben FARC-Rebellen eine ihrer Geiseln freigelassen – als Geste des guten Willens, wie zuvor verabredet. Der 22-jährige Soldat Josué Calvo wurde an einem geheim gehaltenen Ort im Süden des Landes Vertretern des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes übergeben. Der junge Mann war vor elf Monaten entführt worden. Wegen einer Beinverletzung humpelte er leicht, schien aber ansonsten wohlauf.

Calvos Vater Gustavo war als “Wanderer für den Frieden” weltweit bekannt geworden. Er legte tausende Kilometer zu Fuß zurück, um für die Freilassung seines Sohnes zu demonstrieren und wurde unter anderem vom Papst empfangen. Dem konservativen Präsidenten Alvaro Uribe warf er vor, nur auf eine gewaltsame Befreiung gesetzt zu haben.

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes bestätigte, dass die marxistische Rebellengruppe “Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens” (FARC) auch den vor mehr als zwölf Jahren verschleppten Unteroffizier Pablo Moncayo freilassen wolle.

Für die Freilassung von mehr als 20 noch festgehaltenen Geiseln wird ein Austausch gegen etwa 500 inhaftierte Rebellen gefordert. Präsident Uribe lehnt das ab und forciert eine militärische Befreiung.