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Hohe Haftstrafen für Rio-Tinto-Manager in China

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Hohe Haftstrafen für Rio-Tinto-Manager in China

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Ein chinesisches Gericht hat vier Mitarbeiter des anglo-australischen Bergbaukonzerns Rio Tinto zu hohen Haft- und Geldstrafen verurteilt. Sie wurden der Korruption und Wirtschaftsspionage für schuldig befunden. Australiens Außenminister Stephen Smith bezeichnete die Strafen als “hart” und erklärte, es seien ernste Fragen offen geblieben.

Die vier Angeklagten, der australische Leiter des Firmenbüros in China und drei chinesische Mitarbeiter, müssen für sieben bis 14 Jahre ins Gefängnis. Sie hatten zugegeben, Schmiergelder angenommen zu haben.

Die vier waren im vergangenen Sommer festgenommen worden, als Rio Tinto und andere Bergbaugiganten mit den chinesischen Stahlabnehmern über Preise verhandelten.

Der Fall hatte zu diplomatischen Spannungen zwischen Australien und China geführt. Der Prozess wurde auch von anderen ausländischen Investoren mit Interesse verfolgt, da er als Test dafür gilt, wie Chinas Rechtssystem mit ausländischen Konzernen umgeht.