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Medwedew bleibt bei hartem Anti-Terror-Kurs

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Medwedew bleibt bei hartem Anti-Terror-Kurs

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Der russische Präsident Dmitri Medwedew hielt für die Opfer des Anschlags eine Schweigeminute ab. Er kündigte an, den harten Kurs seiner Regierung gegen Terroristen fortzusetzen und schlussfolgerte, dass die Sicherheitsvorkehrungen noch nicht ausgereicht hätten. Medwedew ordnete daher für das ganze Land verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an:

“Wir müssen wachsam bleiben. Es ist ganz offensichtlich, dass Anschläge dieser Art immer genauestens vorbereitet und so organisiert werden, dass sie eine größtmögliche Zahl von Personen treffen können. Ihr Ziel ist, politische und soziale Instabilität herbeizuführen.”

Anschläge auf die U-Bahn und auf einen Schnellzug zwischen Moskau und Sankt Petersburg hatte es schon 2004 und im vergangenen Jahr gegeben. “Natürlich habe ich Angst”, erklärt eine Moskauerin, “aber gut, wir leben in Moskau wie auf einem Pulverfass, und da sollte man nicht in Panik ausbrechen.”
“Schrecklich, wenn es gerade hier solch eine Explosion gibt”, meint ihr Landsmann, “so viele Tote, ich denke, das ist ein Krieg.”

Abgesehen von einigen spektakulären Terroranschlägen in der Hauptstadt werden die meisten Bluttaten jedoch im Nordkaukasas verübt, weit weg, weswegen viele Russen davon kaum Notiz nehmen.