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Obama erstmals in Afghanistan

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US-Präsident Barack Obama hat seinen überraschenden Afghanistan-Besuch nach knapp sechs Stunden beendet. In einer Rede vor gut 2000 US-Soldaten auf dem Stützpunkt Bagram zeigte sich Obama davon überzeugt, dass der Afghanistan-Einsatz erfolgreich beendet wird. Im Dezember hatte Obama eine Aufstockung der in dem Land stationierten US-Truppen um 30.000 Soldaten verfügt, damit wird die Zahl auf 100 000 steigen.

“Wir werden al-Qaida und seine extremistischen Verbündeten zerstören, zerbrechen und besiegen”, so Obama, “das ist unsere Mission und wir werden dieses Ziel erreichen. Unsere Anliegen in Afghanistan sind klar. Wir werden al-Qaida seinen sicheren Hafen nehmen.”

Bei einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai in Kabul hatte Obama die amerikanische Partnerschaft mit Afghanistan bekräftigt und jüngste militärische Fortschritte im Kampf gegen Taliban-Rebellen und Terroristen hervorgehoben. Zugleich mahnte er Verbesserungen im zivilen Bereich an und forderte ein Ende der Korruption innerhalb der afghanischen Regierung.

Ein hochrangiger Washingtoner Regierungsbeamter charakterisierte das rund 30-minütige Gespräch mit Karsai anschließend als “sehr produktiv” und geschäftsmäßig”. Der afghanische Präsident selbst sprach von einer “guten Diskussion”. Obama lud Karsai für den 12. Mai nach Washington ein. Es war Obamas erste Afghanistan-Visite seit seiner Amtsübernahme am 20. Januar vergangenen Jahres.