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Selbstmordanschläge in Moskauer U-Bahn

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Selbstmordanschläge in Moskauer U-Bahn

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In Moskau sind bei zwei Anschlägen in der U-Bahn fast 40 Menschen getötet worden. Bei der ersten Explosion in der vollgedrängten Metro zur morgendlichen Hauptverkehrszeit wurden mindestens 23 Menschen getötet. Bei dem zweiten Anschlag seien 14 Menschen getötet worden, hieß es.

Ein Selbstmordattentäter hatte sich – der Staatsanwaltschaft zufolge – zuerst an der Station “Ljubjanka” in die Luft gesprengt. Wenige Minuten später gab es eine Explosion an der Haltestelle “Park Kultury”. Direkt überhalb der Station “Ljubjanka” befindet sich der Sitz des russischen Geheimdienstes FSB.

Insgesamt wurden über 25 weitere Menschen verletzt. Mehrere U-Bahn-Linien wurden vorläufig aus Betrieb genommen und Ersatzbusse eingesetzt.

Es waren die ersten Anschläge in der Moskauer Metro seit sechs Jahren. Zuletzt sprengte sich 2004 ein Selbstmordattentäter in der U-Bahn in die Luft und riss 40 Fahrgäste mit in den Tod. Damals hatte
sich ein Untergrundkämpfer aus dem Nordkaukasus in die Luft gesprengt.

Die Islamisten im Nordkaukasus hatten zuletzt immer wieder mit Anschlägen in Russland gedroht.