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Selbstmordattentäterinnen in der Moskauer U-Bahn

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Selbstmordattentäterinnen in der Moskauer U-Bahn

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In Moskau sind bei zwei blutigen Selbstmordanschlägen in der U-Bahn über 30 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

Die Attentäter sprengten sich mitten im Berufsverkehr mit voll besetzten Metro-Waggons in die Luft. Beim ersten Anschlag wurden mindestens 23 Menschen getötet. Beim zweiten habe es 14 Opfer gegeben, hieß es.

Der erste Anschlag ereignete sich an der Station “Ljubjanka”, direkt unterhalb des Sitzes des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB. Nur wenige Minuten später detonierte die zweite Bombe an der Haltestelle “Park Kultury”.

Der Moskauer Bürgermeister machte dort weiter Details publik: Zwei Selbstmordattentäterinnen sollen demnach die Anschläge verübt haben.

Offenbar sind bereits Leichenteile der Täterinnen gefunden worden. Nun wird vor allem nach zwei weiteren Frauen gesucht, die die beiden Selbstmordattentäterinnen – Überwachungskameras zufolge – begleitet hatten. Aus Kreisen des FSB-Geheimdienstes hieß es, die Frauen gehörten zu einer Terrorgruppe aus dem Nordkaukasus. Möglicherweise handelt es sich um einen Racheakt, denn russische Einheiten hatten in der Region – zu der auch Tschetschenien gehört – kürzlich Dutzende Rebellen getötet.

Mehrere U-Bahn-Linien wurden vorläufig still gelegt. Ersatzbusse wurden eingesetzt, doch herrscht in der russischen Hauptstadt weiter ein Verkehrschaos, denn normalerweise benutzen täglich rund 9 Millionen Menschen die U-Bahn.