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Verzweiflung nach Grubenunglück in China


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Verzweiflung nach Grubenunglück in China

In Zentralchina versuchen Rettungskräfte weiter verzweifelt, mehr als 150 Grubenarbeiter zu retten, die in einem Schacht, rund 600 Kilometer südwestlich von Peking, eingesperrt sind, der am Sonntag voll Wasser gelaufen war.

Nun soll das Wasser hochgepumpt werden. Doch hatten sich zuvor mehr als 130.000 Kubikmeter Wasser – das entspricht über etwa 50 olympischen Schwimmbädern – in nicht genutzten Nachbarstollen angesammelt, bevor es in den Unglücksschacht lief.

“Es ist unmöglich, zu den eingeschlossenen Kollegen zu kommen, sie sind fast 1000 Meter unter der Erde – und alles ist voll Wasser “, erklärt Mei Boyun, einer der Kumpel, der wie viele andere aus entfernten Provinzen hierher gekommen ist, um in der Mine zu arbeiten.

Als das Wasser am Sonntag in den Stolen lief, arbeiteten 261 Menschen dort; 108 von ihnen konnten gerettet werden.

Im chinesischen Bergbau kommt es wegen mangelhafter Einhaltung von Sicherheitsbestimmungen immer wieder zu Unglücken. Nach Behördenangaben starben bei Unfällen in Minen im vergangenen Jahr in ganz China mehr als 2600 Menschen.

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