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EU setzt sich bei erneuerbaren Energien hohe Ziele

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EU setzt sich bei erneuerbaren Energien hohe Ziele

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Energieeffizienz und Umwelttechnologien: Die EU belohnt die innovativsten Projekte auf diesem Gebiet und präsentiert ihre Strategie für die kommenden Jahre. Im Bereich der erneuerbaren Energien hat die Union längst eine Führungsrolle übernommen. Rund 350.000 Menschen sind in diesem Sektor beschäftigt, der Jahresumsatz beträgt 30 Milliarden Euro.

In Brüssel fällt der Frühlingsbeginn mit der vierten EU-Woche für nachhaltige Energie zusammen. Eine Gelegenheit für den neuen Energiekommissar Günther Oettinger, auf seinem Rad mit Elektroantrieb mit gutem Beispiel voranzugehen. Und ein Anlass für ihn, zu erklären, wie er die Abhängigkeit der Union von fossilen Brennstoffen reduzieren will. “Es geht darum, auf hohem fachlichen Niveau die Breitenwirkung zu erhöhgen”, so Oettinger, “und möglichst viele Bürger der EU zu erreichen. Es geht dabei um Bewusstseinsbildung, aber nicht ausschließlich, es geht auch um die Bereitschaft zum Handeln. Wir wollen jeden einzelnen zum Handeln anregen.”

Ein wichtiger Anlass ist die Verleihung des Europäischen Preises für nachhaltige Energienutzung. Unter den Preisträgern befindet sich das Projekt “Solar Now” einer niederländischen Stiftung, mit dem sieben afrikanische Länder ihre Elektrizität mit Hilfe von Solarenergie erzeugen sollen.

2005 betrug der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch in der EU 8,5 Prozent. 2020 sollen es bereits 20 Prozent sein. Im weiteren Verlauf soll der Anteil dann auf 30 Prozent steigen, wenn andere Staaten, vor allem die USA, ebenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen. Bis 2020 wollen die Europäer auch ihren Ausstoß an Treibhausgasen um 20 Prozent verringern und dafür sorgen, dass mindestens 10 Prozent der verwendeten Treibstoffe durch Biotreibstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen ersetzt werden.