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Irlands erste Bad Bank nimmt die Arbeit auf

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Irlands erste Bad Bank nimmt die Arbeit auf

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In Irland ist die erste Bad Bank des Landes an den Start gegangen. Sie soll den Geldinstituten wie der inzwischen verstaatlichten Anglo Irish Bank faule Immobilienkredite im Wert von 80 Milliarden Euro abnehmen. Zunächst werde sie Kredite im Wert von 16 Milliarden Euro für 8,5 Milliarden kaufen, hieß es – das entspricht einem Abschlag von 47 Prozent. Finanzminister Brian Lenihan ist zuversichtlich, dass die schweren Zeiten für sein Land nun zu Ende gehen. “Irland hat sich als Land präsentiert, das seine Finanzprobleme selbst in den Griff bekommen kann”, sagte er. “Das wird international anerkannt. Wir müssen dieses Vertrauen auf den Bankensektor übertragen und die Probleme ein für alle Mal lösen.”

Freilich sind die Banken nach wie vor von externer Unterstützung abhängig. Investoren befürchten, dass sich die Staatsanteile weiter erhöhen könnten. Die Aktien mehrerer irischer Banken brachen ein – jene der Allied Irish Bank lag zeitweise 23 Prozent im Minus.