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Mitte-Rechts-Sieg bei italienischen Regionalwahlen

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Mitte-Rechts-Sieg bei italienischen Regionalwahlen

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“Wir sind mit Dir”, singen die Anhänger von Silvio Berlusconi – und freuen sich mit dem italienischen Regierungschef über den Sieg der Mitte-Rechts-Koalition bei den Regionalwahlen. Belusconi beanspruchte den Sieg sogleich für sich persönlich, denn er habe “in das Spiel eingegriffen”. Seine in Latium, der Region um Rom erfolgreiche Spitzenkandidatin Renata Polverini verwies jedoch auf die besondere Kraft ihres Amuletts.

Neben dem Latium nahm die Mitte-Rechts-Koalition der Linken die beiden südlichen Regionen Kalabrien und Kampanien ab, und die nordwestliche Industrieregion Piemont.

Großer Gewinner dieser Regionalwahlen ist die rechtspopulistische Lega Nord, Berlusconis Koalitionspartner auf nationaler Ebene. Die Lega erzielte Spitzenergebnisse in Piemont, Venetien und in der Lombardei. Ihr Spitzenkandidat in Piemont, Roberto Cola, widmete seinen Sieg seiner Familie und Umberto Bossi.

Bossi, der von den Folgen eines Schlaganfalls gezeichnete Mitbegründer der Lega, beglückwünschte seinen Koalitionspartner Berlusconi: “Bravo, Sie haben dem Ansturm der Liga Nord getrotzt.” Das offenbar weiter gesteigerte Selbstbewusstsein der Lega Nord dürfte die Verhältnisse in der Koalition mit Berlusconis Partei “Volk der Freiheit” nicht erleichtern. Die Lega gilt schon lange als schwieriger Koalitionspartner.