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Moskauer geschockt

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Moskauer geschockt

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Der Schreck in Moskau sitzt tief, auch wegen der Filme von Mobiltelefonen und Digitalkameras, gedreht direkt nach den Explosionen, von Passagieren, die versuchen, sich so schnell wie möglich aus den betroffenen Stationen in Sicherheit zu bringen. Jetzt erzählen die ihre Geschichte, die die Anschläge knapp überlebten.
Eine Kassiererin der Moskauer U-Bahn saß ganz in der Nähe einer Explosion: “Ich hörte einen Knall, erzählt sie, und dann sah ich Rauch. Und dann kamen schon die ersten die Rolltreppe hinauf. Wir haben einen Moment gebraucht, um zu kapieren was los war.”

Ein anderer Passagier meint: “Es hätte mich genau so gut auch erwischen können, ich war gerade mal 15 Schritt entfernt.”

Und ein junger Mann: “Wir wollten gerade umsteigen, die Explosion ließ uns vor Schreck aufspringen. Unsere Beine zitterten. Und unten in der Lubjanka- Station sahen wir dann die Leichen.”

Die Anschläge treffen Moskau genau in der orthodoxen Karwoche – normalerweise wird der Montag dieser Woche “Heiliger Montag” genannt. Die Zeitungen nennen den Tag jetzt aber “blutiger Montag”.