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Belgrader Parlament verabschiedet Schuldbekenntnis

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Belgrader Parlament verabschiedet Schuldbekenntnis

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Fast 15 Jahre nach dem Massaker in der ostbosnischen Stadt Srebrenica hat das serbische Parlament die Gräueltat verurteilt. In der am frühen Mittwochmorgen verabschiedeten Resolution sprachen die Abgeordneten mit hauchdünner Mehrheit den Familien der Opfer ihr Beileid aus.

Die Regierungsparteien hatten die entsprechende Resolution bereits im Vorfeld deutlich entschärft, um ihrer Annahme überhaupt eine Chance zu geben.

Die Koalition hatte das Wort “Völkermord” sowie den Namen “Slobodan Milosevic” aus dem Resolutionsentwurf gestrichen, um auch die Zustimmung der Sozialisten zu erreichen.

Die Opposition lehnte die Vorlage ab, weil damit die Serben als “ewig Schuldige” in die Geschichts-bücher eingingen.

Die Resolution stelle eine “Beschmutzung des eigenen Staates” dar und sei “ein Verbrechen”, kritisierten Abgeordnete.

Das serbische Volk solle für etwas verurteilt werden, das es gar nicht begangen hat, so der Nationalistenführer Dragan Todorovic.

Serbisches Militär und Paramilitär hatten im Juli 1995 rund 8000 muslimische Jungen und Männer umgebracht.