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Fieberhafte Suche nach Hintermännern

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Fieberhafte Suche nach Hintermännern

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In Russland geht die Suche nach den Drahtziehern des Anschlags in der Moskauer U-Bahn fieberhaft weiter. Das Innenministerium veröffentlichte neben den Fotos der beiden mutmaßlichen Selbstmordattentäterinnen auch ein Bild eines Mannes, der Komplize des Anschlags gewesen sein soll. Eine Spur könnte offenbar nach Georgien führen, hieß es aus Sicherheitskreisen.

Bei den Anschlägen am Montagmorgen wurden in der Moskauer Metro 39 Menschen getötet. Mehr als 70 Menschen wurden verletzt. Ärzte schlossen nicht aus, dass die Zahl der Toten weiter steigen könnte, da einige noch immer um ihr Leben ringen.

Die Krankenhäuser riefen die Hauptstädter zu Blutspenden auf. Dem kamen viele nach. In den Blutspende-Zentren gab es einen großen Andrang. Ein Anwohner sagte, momentan würden sich viele Menschen die Zeit nehmen, um Blut zu spenden, so auch er.

In ganz Russland wurde am Dienstag ein Trauertag abgehalten. Viele Fahrgäste legten Blumen an den Stationen Lubjanka und Park Kultury nieder. Dort hatten sich die zwei Selbstmordattentäterinnen in die Luft gesprengt. Auch in Beslan gedachten die Menschen der Opfer. Sie kamen vor den Ruinen der Schule zusammen, wo sich im Herbst 2004 ein Geiseldrama ereignete. Nach offiziellen Angaben starben damals mehr als 330 Menschen.