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Freiheit nach 12 Jahren Geiselhaft

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Nach zwölf Jahren Gefangenschaft in Freiheit: In Kolumbien haben die linken FARC-Rebellen den Unteroffizier Pablo Moncayo freigelassen. Überglücklich wurde er von seinen Familienangehörigen auf dem Flughafen der Stadt Florencia in die Arme geschlossen. Mit an Bord des Hubschraubers, der ihn von einem geheimen Ort abholte, waren Vertreter des Roten Kreuzes und die oppositionelle Senatorin und Vermittlerin Piedad Córdoba.

Der 32-Jährige erklärte, er habe trotz der langen Gefangenenschaft auf keinen Fall das Stockholm-Syndrom. Es habe ihn sehr geschmerzt als ihn Journalisten mit den Rebellen verwechselt hätten, er habe seine Uniform nie ausgezogen, alles aus Liebe zu seinen kolumbianischen Mitbürgern.

Bereits am Sonntag hatte die Rebellengruppe “Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens” einen vor knapp einem Jahr verschleppten Soldaten freigelassen. Doch nun soll es keine Freilassungen ohne Gegenleistung des Staates mehr geben. Die FARC wollen die noch 21 von ihnen festgehaltenen Polizisten und Militärs gegen etwa 500 inhaftierte Rebellen eintauschen.