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Moskaus Moslems haben Angst

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Moskaus Moslems haben Angst

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Sie kommen zum Beten in Moskaus älteste Moschee, aber auch um sich gegenseitig Mut zu machen, denn Moskaus Moslems haben Angst. Seit den Anschlägen, sagen sie, habe sich Haltung der Bevölkerung ihnen gegenüber geändert.

Omar lebt seit 15 Jahren in Moskau. “Meine Frau trägt Kopftuch. Ich lasse sie nicht mehr auf die Straße, weil sie angeschaut wird, als sei sie verdächtig”, klagt er. Dass die Miliz “nicht-slawische” Personen öfters kontrolliert, verunsichert und stört sie.“Einen Bart zu haben, reicht, um abgeführt zu werden. Jetzt wird das noch schlimmer”, befürchtet ein Besucher der Moschee.

In der U-Bahn wurden jetzt zwei Kopftuchträgerinnen angerempelt. Kein Passant griff ein. Das mag ein Einzelfall sein, doch die Lage bleibt gespannt. Und die starke Präsenz der Sicherheitsorgane mit ihren Kontrollen schüchtert Moskaus Moslems immer stärker ein.