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Terrorwelle in Russland


Dagestan

Terrorwelle in Russland

Zwei Tage nach den Anschlägen in Moskau sind bei neuen Selbstmordattentaten im Nordkaukasus mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Zwei Männer sprengten sich in der Stadt Kisljar in der russischen Teilrepublik Dagestan in die Luft.

Für das Attentat in Moskau übernahm inzwischen die Rebellengruppe “Kaukasus-Emirat” die Verantwortung. Ihr Chef Doku Umarow drohte im Internet mit weiteren Anschlägen. Sicherheitskräfte hielten in Kisljar den Fahrer eines Autos in der Nähe eines Schulgebäudes an, worauf der Mann am Steuer einen Sprengsatz zündete. Zwei Beamte und eine Passantin starben. Als sich am Tatort eine Menschenmenge sammelte, sprengte sich ein zweiter Attentäter in die Luft. Er schließe nicht aus, dass die jüngsten Attenate von der gleichen Gruppe verübt worden seien wie jene in Moskau, so der russische Regierungschef Wladimir Putin. Es handle sich um gegen Russland gerichtete Verbrechen. Spezialkräfte und Polizei hätten die Ermittlungen aufgenommen, die Regierung werde einen Plan zur Entschädigung der Opfer ausarbeiten. Am Montag waren bei zwei Selbstmordattentaten in der Moskauer Metro 39 Menschen in den Tod gerissen und Dutzende verletzt worden. Die russischen Behörden veröffentlichten neben den Fotos der beiden mutmaßlichen Selbstmordattentäterinnen auch das Bild eines Mannes, der in die Anschläge verwickelt gewesen sein soll. Inzwischen wurden die ersten Opfer der Attentate von Moskau bestattet. In der russischen Hauptstadt herrscht Angst vor weiteren Anschlägen.

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