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Was tun gegen digitale Betrügereien?

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Was tun gegen digitale Betrügereien?

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Wie sicher ist ihr Computer wirklich? Sind Ihre persönlichen Daten ausreichend geschützt? Wie zuverlässig ist ihr Anti-Virus-System?

Ein Thema, bei dem der amerikanische Präsident Barack Obama ein Wörtchen mitreden kann. Wurde sein Twitterkonto doch unlängst von einem jungen Franzosen gekapert – Cyberkriminalität ist für viele Hacker mittlerweile ein Kinderspiel. Den wachsenden digitalen Risiken hat sich das zweitägige Internationale Forum für Cyberkriminalität im französischen Lille verschrieben – ein Feld, auf dem sich der belgische Ermittler für Computerkriminalität Laurent Bounameau bestens auskennt. “Im großen und ganzen stellt der Diebstahl der Identität die häufigste Bedrohung dar – sei es durch Spam oder soziale Netzwerke, die zur Zeit sehr populär sind, sagte Bounameau. So kann über den Umweg anderer Seiten Ihre Identität ermittet werden.
Das öffnet die Türen für Betrügereien im Internet und das Ausspähen von Bankdaten. Dadurch wird Ihr Computer infiziert, der somit Teil eines Netzes von so genannten Zombie Computern wird. Er wird auf diese Weise benutzt, um Unternehmen oder Regierungen anzugreifen. All dies ist Cyberkriminalität, wie sie heutzutage definiert wird.”

Die digitalen Betrüger bewegen sich relativ frei und uneingeschränkt im World Wide Web. Hier steht die internationale Zusammenarbeit vor einer großen Herausforderung der Verbrechensbekämpfung: In Frankreich und weiteren Ländern sei eine Studie in 50 Unternehmen durchgeführt worden, so Bounameau weiter. Dadurch sollte der Frage auf den Grund gegangen werden, aus welchen Ländern die meisten Angriffe ausgeführt würden. Hauptsächlich sei es um Russland, China an zweiter Stelle und dann Nigeria gegangen und schließlich um weitere Länder wie Südafrika.

Doch bis der wachsenden Anzahl von Hackern das Handwerk gelegt wird, kann jeder einzelne sein Konto sicherer machen: Noch immer wählen nach Expertenangaben rund 80 Prozent ein zu einfaches Passwort.