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China schont Iran aus wirtschaftlichen Gründen

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China schont Iran aus wirtschaftlichen Gründen

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Der eigentliche Grund für Chinas Zurückhaltung in der Diskussion um Sanktionen gegen Teheran liegt in den engen Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Das Handelsvolumen zwischen China und dem Iran wächst seit einigen Jahren um durchschnittlich 40 Prozent pro Jahr. Eine beachtliche Entwicklung, bedenkt man, dass noch vor 15 Jahren so gut wie keine wirtschaftlichen Beziehungen existierten.

1995 lag das bilaterale Handelsvolumen bei gerade mal 300 Millionen Euro. 11 Jahre später betrug es schon 11 Milliarden und 2009 wurde es mit 16 Milliarden Euro beziffert – in diesem Jahr wurde China auch zum wichtigsten Handelspartner des Iran. Dabei beliefert China den Iran vor allem mit Waffen, während der Iran größtenteils Öl und Gas in die Volksrepublik exportiert. Der Wert der entsprechenden Verträge liegt bei rund 15 Milliarden Euro. Zudem unterzeichneten chinesische Unternehmen Verträge für den Bau einer Autobahn, die Teheran mit dem Kaspischen Meer verbinden soll.

Vor allem die Sanktionen des Westens gegen Teheran haben den Weg für chinesische Unternehmen bereitet.