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Freie Fahrt für verbessertes Visum

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Freie Fahrt für verbessertes Visum

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Schneller, unkomplizierter, transparenter – so ändert nach dem Willen der Europäischen Kommission das Visum für den Schengener Raum ab nächster Woche sein Erscheinungsbild.

An den bisherigen Zeitaufwand erinnert sich Tatia aus Georgien, die zur Zeit ein Praktikum in Brüssel macht, nur all zu gut. Sie sagte, “das letzte Mal, als ich versucht habe, ein Visum für Belgien zu bekommen, hat es insgesamt drei Monate gedauert – die ganze Prozedur, um alle Dokumente zusammenzubekommen und den Antrag zu stellen. Das ist eine sehr lange Zeit.”

Jedes Visum für maximal drei Monate, das im Konsulat eines Landes ausgestellt wird, gilt im im ganzen Schengener Raum – also in 22 Mitgliedsländern, sowie der Schweiz, Island und Norwegen. Überall dort wird die Bearbeitungsdauer für ein Visum ab Montag angepasst.

Zum ersten Mal gebe es einen klaren Zeitrahmen für die Verfahrensdauer, die in allen Mitgliedsstaaten gelte, erklärte der Kommissionssprecher Michele Cercone. So muss Visumsantragsstellern innerhalb von zwei Wochen ein Termin in Aussicht gestellt werden. Weiter dürfen die Schengenländer nicht länger als 14 Tage benötigen, um über einen Visumsantrag zu entscheiden.

Gewisse Visakategorien wurden aufgehoben, mehrere Personenkategorien von den Visagebühren befreit. Somit werde das Visaverfahren nach Angaben der Kommission kundenfreundlicher.

2008 wurden mehr als 10 Millionen Visa für einen Kurzaufenthalt für den Schengener Raum ausgestellt. Die gefragtesten Länder waren Deutschland, Frankreich und Italien. Unter den neuen Mitgliedsländern sind es Tschechien und Polen.

Die Schwarze Liste, auf der bestimmte Personen aufgeführt werden, wird beibehalten. Allerdings können Länder aus humanitären Gründen Ausnahmen machen.