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Medwedew und Putin drohen Terroristen mit Härte

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Medwedew und Putin drohen Terroristen mit Härte

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Nach den Selbstmordattentaten in der Moskauer U-Bahn werden heute die meisten der 39 Opfer beigesetzt. Führende Politiker versuchten, die Terrorängste der Bevölkerung zu beruhigen.

Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin drohte allen Extremisten, Präsident Dmitri Medwedew schloss bei einem Blitzbesuch im Nordkaukasus Präventivschläge gegen Terroristen nicht aus.

Medwedev in Dagestan am Kaspischen Meer:
“In letzter Zeit hatten wir einige Erfolge im Kampf gegen den Terrorismus. Wir konnten die schlimmsten Hassfiguren vernichten. Aber das genügt offenbar nicht. Auf jeden Fall werden wir sie alle in absehbarer Zeit ausfindig machen und bestrafen, wie bisher auch schon. Genau so wird es gemacht.”

Wer die Extremistenszene verlassen wolle, solle eine Ausstiegsperspektive bekommen, “Hassprediger” dagegen isoliert werden.

Der tschetschenische Extremistenführer Doku Umarow bekannte sich in einer Videobotschaft im Internet zu den U-Bahn-Anschlägen. Sie seien die Rache für den “gnadenlosen Mord der FSB-Banditen” vom Inlandsgeheimdienst an tschetschenischen und inguschetischen Zivilisten.

In der Teilrepublik Dagestan waren gestern in Kisljar zwölf Menschen durch Bomben getötet worden. Heute flog nahe der Großstadt Chassawjurt ein Auto in die Luft, die Insasssen kamen um – vermutlich, weil ein Sprengsatz vorzeitig detonierte.

Bombenanschläge gehören im Nordkaukasus zum Alltag. In Moskau herrschte für mehrere Jahre relative Ruhe.

2004 hatte sich ein Selbstmordattentäter in der U-Bahn gesprengt. Auch damals soll es sich um einen Rebellen aus dem Nordkaukasus gehandelt haben.

Wladimir Putin hatte als Präsident vor gut 10 Jahren eine harte Linie gegen Separatisten im Kaukasus begründet.