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Oppositionelle festgenommen

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Oppositionelle festgenommen

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In Moskau haben russische Oppositionelle gegen die Politik ihrer Regierung demonstriert. Sie warfen ihr unter anderem Versagen in der Kaukasus-Politik vor. Diese Gruppe Oppositioneller protestiert immer am letzten Tag der Monate, die 31 Tage haben, in Anspielung auf Artikel 31 der russischen Verfassung, der die Versammlungsfreiheit betrifft.

Die Veranstaltung war – wie alle anderen zuvor – nicht genehmigt. Die Polizei beendete die Demonstration gewaltsam und nahm rund 30 Menschen fest.

“Wir sind heute nicht nur auf der Straße um Artikel 31 zu verteidigen,“so ein Oppositioneller,“sondern auch Artikel 20, der das Recht auf Leben garantiert. Wir zeigen unsere Solidarität mit dem gesamten Land und allen seinen Bürgern.”

Die Oppositionellen hatten direkt neben einer Kundgebung demonstriert, zu der die regierungsfreundliche Jugenorganisation “Naschi” mehr als 1000 Teilnehmer versammelte. Diese fand für die Opfer der Anschläge auf die Moskauer U-Bahn statt.

Und die Menschenrechtlerin Ljudmilla Alexejewa wurde Opfer eines Angriffs. Die 82-jährige legte in einer U-Bahnstation gerade einen Kranz für die Opfer der Attentate ab, als sie ein Mann niederschlug und beschimpfte. Alexejewa litt danach unter satarken Kopfschmerzen.