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Baschir ohne ernstzunehmenden Gegenkandidaten

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Baschir ohne ernstzunehmenden Gegenkandidaten

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Zehn Tage vor den Wahlen im Sudan, haben die wichtigsten Gegenkandidaten von Staatspräsident
Omar al-Baschir das Handtuch geworfen. Die Wiederwahl des Präsidenten scheint damit gesichert. Den verbliebenen fünf unabhängigen Kandidaten räumen Experten keine Chancen ein.

Auch der Bewerber der südsudanesischen Befreiungsbewegung, Jassir Aman, zog seine Kandidatur zurück: “Die Präsidentschaftswahl wird für einen Mann abgehalten. Sie ist nicht als demokratischer Prozess gedacht und auch nicht für das sudanesische Volk, sie dient nur dazu, General Baschir vor dem Internationalen Gerichtshof zu schützen”, begründet Aman seinen Rückzug.

Beobachter vermuten, dass Amans Rückzug Teil einer Übereinkunft ist, die sicherstellen soll, dass die Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des Südsudans stattfindet. Wie die Präsidentschafstwahlen ist sie Teil des Friedensvertrages von 2005 zur Beilegung des Bürgerkriegs zwischen dem arabischen Nord- und dem afrikanischen Südsudan.

Die Oppositionsparteien im Norden haben zu einem Boykott der Wahlen aufgerufen, weil sie Unregelmäßigkeiten und Wahlfälschungen befürchten.