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Soccer-City in Südafrika

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Soccer-City in Südafrika

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Hier schlägt das bald das Fußballerherz der Welt. In der Arena Soccer-City. Während der Fussballendspiele um die WM in Südafrika.

Bob van Bebber ist der Architekt des Stadions. Das Oval soll den afrikanischen Kontinent symbolisieren.
Bob van Bedder sagt: “Wir suchten nach etwas typisch afrikanischem. Das ist dieser Topf, dieser “melting pot”.

Ich mag die Idee, dass sich Menschen hier trefffen.
Das ist für Johannesburg wichtig, weil mehr Menschen herkommen, als hier geboren wurden. Und es ist Sitte in Afrika, einen Becher `rumgehen zu lassen und jeder trinkt einen Schluck daraus. Alle haben etwas davon. Und so teilen sie h i e r die gemeinsame Erfahrung eines Fussballspiels.”

Bob van Bedder erklärt weiter: “Wir wollten das alte Stadion in das neue integrieren. Es wäre wahrscheinlich einfacher gewesen das alte Stadion abzureißen, aber es steckt halt so voller historischer Bedeutung. Nelson Mandela hat hier gesprochen, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde. Die Politiker Chris Hani und Oliver Tambo liegen hier begraben. Dies ist ein historischer Platz, ihn abzureißen hätte bedeuted nicht respektvoll der Geschichte gegenüber zu sein.”

Bob van Bebber kennt aber auch die Probleme zur Genüge. “Dieses Rieseprojekt hat uns die finanziellen Grenzen aufgezeigt. Wir mussten sparen. Wir haben trotzdem ein gutes Stadion abgeliefert.”

Frage vom Euronews-Reporter: “Sie haben über die Natur und das Design des Stadions gesprochen.
Ist die Bevölkerung hier bei Planung und Bau einbezogen worden?”

Der Architekt van Bebber erzählt: “Der Hauptbauherr hat siebenhundert Arbeitslose ausgebildet. Er hat ihnen die Grundlagen der Konstruktion, des Maurerhandwerks beigebracht und sie dann beschäftigt. Es ist eine Erfolgsgeschichte.”

Euronewsreporter: “Wo sind wir hier jetzt Bob?”

Und der Architekt erklärt: “Im Aufwärmraum.
Massageräume sind auf der linken Seite. Und die Haartrockner für die Italiener sind dort. Der Tunnel hier heißt Minenausgang und bezieht sich auf die ehemaligen Bergwerke in Johannesburg.”

Euronews: “So, hier fangen die Spieler an nervös zu werden?”

Bob van Bedder sagt dazu: “Ja und das verstärkt sich noch, je näher sie dem Platz kommen und 90.000 Fans in die Hörner, die Vovuzelas blasen.
Die Fans können sich über Entscheidungen der Schiedsrichter aufregen, aber sie sollen nicht aufeinander losgehen. Bei unserem größten Derby sitzen die Fans beider Teams zusammen und bekämpfen sich nicht. Das geht beim Weltcup nicht so. Deshalb mussten wir dafür sorgen, das Fangruppen leider getrennt sind.”

Und dann meint er noch: “Meine Botschaft ist: Kommt nach Südafrika. Kauft unsere Vuvuzelas.
Es wird großartig. Die Menschen lieben hier den Fußball und wird sie alle mit offenen Armen empfangen. Es wird eine afrikanische Party.”