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Sudan: Opposition boykottiert Wahlen

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Sudan: Opposition boykottiert Wahlen

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Ein Rückschlag für die Friedensbemühungen im Sudan: Fast alle Oppositionsparteien haben sich jetzt von der bevorstehenden Präsidentenwahl zurückgezogen. Mehrere dieser Parteien wollen auch alle anderen Wahlen boykottieren, die in nächster Zeit anstehen.

Auslöser war am Mittwoch der Rückzug von Jassir Arman, dem Präsidentschaftsbewerber der Volksbefreiungsbewegung, die im Südsudan regiert. Die Partei teilte mit, sie glaube nicht an eine faire Abstimmung.

Die Präsidenten- und die Parlamentswahl diesen Monat sind die ersten echten Wahlen im Sudan seit mehr als zwanzig Jahren. Sie gelten als wichtiger Schritt der Versöhnung zwischen Nord- und Südsudan nach langem Bürgerkrieg.

Nach dem Rückzug seiner Gegner ist nun die Wiederwahl von Staatspräsident Omar Baschir sicher. Arman galt als sein ausichtsreichster Herausforderer. Die Opposition wirft der Regierung aber Unregelmäßigkeiten schon bei der Vorbereitung der Wahl vor.

Baschir droht jetzt damit, er wolle wegen des Wahlboykotts der Opposition auch die kommende Volksabstimmung im Südsudan verschieben. Bisher sollen die Menschen dort nächstes Jahr über die Unabhängigkeit des Südens entscheiden.