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Vatikan: Papst ist Immun

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Vatikan: Papst ist Immun

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Die katholische Kirche steht wegen der weltweit aufgedeckten Fälle von Kindesmissbrauch auch in der Karwoche unter Druck. Papst Benedikt XVI. ging aber zu Beginn der Osterfeierlichkeiten in Rom nicht direkt auf den Missbrauchsskandal ein.

Das Kirchenoberhaupt muss sich derzeit mit Vorwürfen von US-Anwälten auseinandersetzen, die ihm ihm Verschweigetaktik vorhalten und in einem Missbrauchsfall als Zeuge vor Gericht laden wollen. Der Heilige Stuhl hält dem die Immunität des Papstes als Staatsoberhaupt des Vatikan entgegen.

“Dass der Papst vor Gericht erscheinen muss, ist einfach völlig undenkbar”, so ein Vatikankenner,” denn er ist Staatsoberhaupt. Das wäre ja so, als ob beispielsweise in Indien jemanden den Präsidenten der Vereinigten Staaten vorladen würde, und der dann dort oder in China oder Italien vor Gericht erscheinen müsste.”

In Wien traf unterdessen Kardinal Christoph Schönborn die von der katholischen Kirche Österreichs bestellte Opferbeauftragte Waltraud Klasnic.

Schönborn sagte: “Wir haben in aller Klarheit gesagt, was unsere Linie ist: Transparenz, die Wahrheit macht frei, das Jesu ist unser Leitwort und deshalb werden wir natürlich auf diesem Weg weitergehen.”

Bereits Mittwoch hatte der Kardinal ungewöhnlich offener Weise in einem Gottesdienst Opfer zu Wort kommen lassne und Fehler der Kirche eingestanden. Die Opferbeauftragte Klasnic wird nun eine unabhängige Kommission zusammenstellen.