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Verhaftungen nach HIV-Infizierungen

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Verhaftungen nach HIV-Infizierungen

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In Usbekistan sind 12 Pfleger und Ärzte eines Krankenhauses verhaftet worden. Ihnen wird vorgeworfen, durch Nachlässigkeit insgesamt 147 Kinder mit den Aids-Virus infiziert zu haben. 14 dieser Kinder starben inzwischen an der Immunschwäche. Das berichtet ein Dokumentarfilm, der auf einem regierungsunabhängigen Nachrichtenportal im Internet veröffentlicht wurde.

Der Film zeigt ein Interview mit einem Staatsanwalt, der dem Personal vorwirft, seine Arbeit nicht mit der gebotenten Sorgfalt erledigt zu haben. Zudem sei nichts gegen die Verbreitung von Epidemien getan worden.

Weiter berichtet der Film von nicht sterilisierten Spritzen und schmutzigen Kanülen.
Doch diese Probleme seien nicht nur auf ein einziges Krankenhaus des Landes beschränkt.

“Das Bild ist so ziemlich das selbe in vielen Kliniken des Landes, “so ein Redakteur der Internetseite, “überall werden einfachste medizinische Regeln missachtet. Das liegt an einem Mangel an Geld Medikamenten und medizinischer Ausrüstung.”

Der Dokumentarfilm wurde offenbar dieses Frühjahr vom staatlichen Fernsehen Usbekistans gedreht, dann aber nicht gesendet. Staatsanwaltschaft und Gesundheitsministerium haben die Vorwürfe bisher nicht kommentiert.