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Zollitsch räumt Fehler ein

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Zollitsch räumt Fehler ein

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In Wien hat der Künstler Emmerich Weissenberger am Karfreitag mit einer spektakulären Aktion gegen Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche protestiert. In 20 Metern Höhe hängte er sich blutig, mit Dornenkrone und Lendenschurz an den Stephansdom. Unter Applaus führte die Polizei Weissenberger am Mittag ab, die Kirche kritisierte die Sachbeschädigung und den Hausfriedensbruch. In Deutschland räumte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, Fehler im Umgang mit den Missbrauchsopfern ein. Er kündigte einen Neuanfang an. Die Kirche habe den Opfern in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig geholfen. Künftig werde ihnen mehr Gehör geschenkt, unter anderem durch eine bundesweit geschaltete Telefon-Hotline für Missbrauchsopfer. In Frankreich suspendierte der Erzbischof der Diözese Rouen einen Pfarrer von allen seinen Ämtern. Ihm wird sexueller Missbrauch an einem unter 15-Jährigen vorgeworfen. Der Anwalt des Pfarrers sagte, sein Mandant sehe es als “Befreiung” an, dass sein Fall nun bekannt geworden sei. Er zeige seit langem Reue und sei sein eigener Richter. Die Tat sei vor 20 Jahren geschehen und verjährt.