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Al-Sadr-Anhänger stimmen ab

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Al-Sadr-Anhänger stimmen ab

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Vier Wochen nach der Parlamentswahl im Irak stimmen die Anhänger des radikalen Schiiten-Predigers Muktada al-Sadr darüber ab, wer neuer Ministerpräsident werden soll. In Bagdads Schiiten-Vorstadt Sadr-City und in den südlichen Provinzen beteiligten sich Zehntausende an der Abstimmung. Das Referendum hat keinerlei rechtlich bindende Folgen, allerdings bekräftigte die Partei al-Sadrs, es werde bei den bevorstehenden Koalitionsgesprächen respektiert. Der Sinn des Referendums sei es, das Volk an der Entscheidung zu beteiligen, sagt einer der Wähler, denn die Parteien hätten noch keine Entscheidung erreicht. Deshalb müssten sie sich an das Referendum halten, der Ministerpräsident müsse vom Volk gewählt werden. Bei der Parlamentswahl hatte der ehemalige Ministerpräsident Ijad Allawi gewonnen, das Bündnis des amtierenden Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki wurde Zweiter. Ein anderer Iraker ist der Auffassung, dass die Wahl der al-Sadr-Partei unglaubwürdig ist und der irakischen Verfassung widerspricht. Sowohl Allawi als auch al.Maliki erheben nun den Anspruch, die neue Regierung zu bilden. Beide führen Gespräche mit anderen Fraktionen.