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Hochkant-Computer iPad wie Popstar begrüßt

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Hochkant-Computer iPad wie Popstar begrüßt

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Der Computerhersteller Apple hat es wieder einmal
geschafft, den Verkaufsstart eines neuen Produkts wie die Ankunft eines Popstars zu zelebrieren. Schon Stunden vor der Öffnung der 221 amerikanischen Apple-Läden warteten tausende Käufer auf das iPad.

Wenn Apples Rechnung aufgeht, wird damit eine neue Klasse von Geräten zwischen Computer und Handy begründet. Das iPad kostet in den USA ab 370 Euro und soll in Europa ab Ende April zu haben sein.

Eine Käuferin: “Ich bin gestern um fünf Uhr morgens hier angekommen, mit meiner Mutter und meiner Tochter – wir mussten einfach ein iPad haben. Wir mussten einfach zu den ersten gehören.”

Ein junger New Yorker wartet erst mal ab:
“Jetzt suchen die vor allem nach ihren Fehlern und verbessern sie im zweiten Anlauf. Also, ich schlage erst in einem Jahr zu oder so.”

2007 hatte der Start des iPhone die letzte Massenhysterie ausgelöst – nach 74 Tagen war das millionste Mobiltelefon verkauft.

Vom iPad sollen im ersten Jahr bis zu sieben Millionen abgesetzt werden.

Medientechnik-Experte James McQuivey ist skeptisch: “Manches geht gar nicht – zum Beispiel kommt man im Online-Betrieb nicht ran an “Hulu” oder “Netflix”, weil das Format “Flash Video” nicht unterstützt wird. Das hat Apple so beschlossen. Ich meine, das begrenzt die Möglichkeiten des iPad erheblich.”

Der Hochkant-Computer ist etwas kleiner als ein DIN A 4 Blatt und wird per Sensorbildschirm gesteuert. Man kann damit Musik hören, Filme ansehen, spielen und Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften lesen.

Medienhäuser liefern Bücher, Videos oder
Nachrichten-Seiten zu. Frankreichs Traditionsblatt Le Monde hat sich als erstes umgestellt. Mit dem iPad startet eine neue Anwendung von “Le Monde”, Zeitung und Online-Ausgabe werden umgekrempelt. Ab sofort gibt es nur noch Basis-Nachrichten umsonst. Alles andere muss abonniert werden.