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Moskau: Islamistenwitwe als Attentäterin?

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Moskau: Islamistenwitwe als Attentäterin?

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Siebzehn Jahre alt und doch schon Witwe eines islamistischen Aufständischen – das soll eine der Attentäterinnen bei den Moskauer U-Bahn-Anschlägen sein.

Ihr Mann war nach russischen Berichten ein Islamist in der Teilrepublik Dagestan im Kaukasus. Ende letzten Jahres wurde er dort von russischen Sicherheitskräften getötet – für seine junge Witwe wohl ein Grund zur Rache.

Ein anderer Islamistenführer aus dem benachbarten Tschetschenien hat sich zu den Anschlägen bekannt und mit weiteren Attentaten in russischen Städten gedroht.

Ziel der Anschläge vom Montag waren zwei Züge der Moskauer Metro, früh im Berufsverkehr. Die Sprengsätze explodierten, als die vollbesetzten Züge auch noch gerade in Bahnhöfen standen.

Vierzig Menschen wurden dabei getötet, mehr als doppelt so viele verletzt. Die gleiche Gruppe, die sich dazu bekannt hat, will auch den schweren Anschlag auf einen russischen Schnellzug im November verübt haben.