Eilmeldung

Eilmeldung

Behörden wollen nach "Xynthia" Häuser abreißen

Sie lesen gerade:

Behörden wollen nach "Xynthia" Häuser abreißen

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem verheerenden Sturmtief “Xynthia” sollen an der französischen Atlantikküste bis zu 1500 Häuser abgerissen werden. Die Ortschaften im Département Vendée sollen für unbewohnbar erklärt werden. Wie die Zeitung “Journal de Dimanche” weiter berichtet, werden die Besitzer Entschädigungen in Höhe von insgesamt 200 Millionen erhalten. Wahrscheinlich dürfe das Innenministerium schon in der kommenden Woche einen entsprechenden Bericht veröffentlichen.
“Natürlich wäre es sehr schmerzhaft, von hier fortzugehen”, sagt einer der Anwohner, “aber wie soll man mit dieser Anspannuing leben, mit dieser Angst, dass sich das wiederholen könnte.” Eine andere meint, ein Haus am Meer, das sei ein Traum gewesen. Seit 17 Jahren lebten sie hier und verbrächten ihre Urlaube hier: “Unsere ganzen Erinnerungen hängen daran. Ich habe Angst. Ich will nicht, dass man mir sagt, ich kann nicht wiederkommen.” Bei dem Orkantief “Xynthia” Ende Februar waren 53 Menschen ums Leben gekommen. Es war das folgenschwerste Unwetter seit mehr als zehn Jahren in Frankreich. Nach Schätzungen der Versicherer liegt der Schaden bei etwa 1,5 Milliarden Euro.