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Furcht vor neuen Rassenkonflikten in Südafrika


Südafrika

Furcht vor neuen Rassenkonflikten in Südafrika

Der Mord an dem Rechtsextremisten Eugene Terreblanche hat in Südafrika die Angst vor neuen Rassenkonflikten geweckt. Die Polizei nahm zwei junge schwarze Farmarbeiter fest und erklärte, die beiden hätten Terreblanche vermutlich in einem Streit über ihren Arbeitslohn getötet. Doch manche Südafrikaner sehen politische Motive. Terreblanche war unerbittlicher Verfechter der Rassentrennung – nach dem Ende der Apartheid vor sechzehn Jahren.
Er wurde am frühen Samstagabend auf seiner Farm nahe Ventersdorp (westlich von Johannesburg) mit Hieb- und Stichwaffen getötet.
Freunde und Anhäger Terreblanches sehen den regierenden Afrikanischen Nationalkongress ANC als wahren Schuldigen, speziell den Chef von dessen Jugendorganisation, Julius Malema: “Julius Malema hat doch immer gesagt: Tötet die Farmer, und nun ist es geschehen. Das kann man nicht hinnehmen, auf keinen Fall. Wer ist der nächste?”
Malema hatte mit einer Aufnahme des Kampflieds “Kill the Boer” Aufsehen erregt. Als Bure hatte sich Terreblanche immer bezeichnet, als Nachfahre der niederländischsprachigen weißen Siedler. Der ANC erklärte, das Lied sei nur eine Art, sich an die Zeit des Kampfes gegen die Unterdrückung zu erinnern.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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