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Reaktionen auf Mord in Südafrika

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Reaktionen auf Mord in Südafrika

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Der Mord an Eugene Terreblanche hat in Südafrika großes Aufsehen erregt – und viele offenbar auch überrascht, die einen politischen Mord in Südafrika nicht mehr erwartet hatten, wobei noch offen ist, ob es denn ein solcher war. In Johannesburg sagte ein junger Mann: “Mit so etwas habe ich nicht mehr gerechnet. Nelson Mandela hat so viel für uns getan hat, 27 Jahre lang, ohne den Ruf: Tötet den Buren. Ich finde, man sollte vergeben und vergessen – und weiterkommen.”
Südafrikas Präsident Jacob Zuma warnte nach der Tat vor neuem Rassenhass im Lande. Auch der regierende Afrikanische Nationalkongress verurteilte die Tat. Ebenso äußerte sich der Sprecher des südafrikanischen Gewerkschaftsbunds COSATU: “COSATU verurteilt diesen Mord – wie wir es bei jedem Mord oder Gewaltakt tun würden, egal, gegen wen er gerichtet ist. Aber klar ist ist auch, dass Terreblanche kein Freund der Demokratie und der Menschenrechte war.”
Terreblanche saß von 2001 bis 2004 im Gefängnis und war in letzter Zeit nur selten öffentlich aufgetreten. Seine Afrikanische Widerstandsbewegung, die hakenkreuzähnliche Symbole verwendet, hat bei den Weißen Südafrikas keine große Gefolgschaft.