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Senegal weiht umstrittenes Monument ein

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Senegal weiht umstrittenes Monument ein

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Afrikas Wiedergeburt soll dieses Werk symbolisieren: Ein Monument, noch etwas größer als die New Yorker Freiheitsstatue, aber in Senegals
Hauptstadt Dakar.

Das westafrikanische Land feiert gerade fünfzig Jahre Unabhängigkeit; für die Statue hat es zwanzig Millionen Euro ausgegeben.

Fünfhundert Jahre Leiden und Unterjochung, sagt Staatschef Abdoulaye Wade; und doch sei Afrika aufrecht und ungebrochen und wolle nun sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen.

Nicht alle in dem armen Land sind so euphorisch, was die Zukunft – und was das Monument angeht. Es sei ein wirtschaftliches Ungeheuer, sagt Ndèye Fatou Touré von der Opposition; und das in Zeiten von Finanz-, Lebensmittel- und Energiekrise. Noch dazu sei es ein Finanzskandal.

Viele Senegalesen sähen soviel Geld lieber in der Wasser- oder Stromversorgung: Anhänger des Präsidenten halten dagegen, Afrika brauche ein solches Symbol der Hoffnung.