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ANC und AWB rufen in Südafrika zu Ruhe auf

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ANC und AWB rufen in Südafrika zu Ruhe auf

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Nach der Ermordung des Führers der burischen Rechtsextremisten, Eugene Terreblanche, fürchtet Südafrika neue Spannungen zwischen Schwarzen und Weißen. Nach der Regierung von Präsident Jacob Zuma hat nun auch die Burenbewegung “Afrikaner Weerstandsbeweging” (AWB) zur Ruhe aufgerufen. Zunächst hatte die rechtsextreme Organisation von einer “Kriegserklärung” gesprochen und Vergeltung angedroht. Ein Sprecher sagte, es sei die Philisophie der AWB, dass keines ihrer Mitglieder sich an irgendeiner Form der Gewalt, Einschüchterung, des Rassenhasses oder dergleichen beteilige. Das werde nicht toleriert.

Die AWB machte den Generalsekretär der Jugendorganisation des regierenden “Afrikanischen Nationalkongresses”, Julius Malema, für den Mord verantwortlich. Dieser sagte nach einem Besuch bei Simbabwes Präsidenten Robert Mugabe, seine Organisation habe mit dem Tod Terreblanches nichts zu tun. Sie sollten losgehen und die Kriminellen finden. Es gebe Wichtigeres, auf das man sich konzentrieren müsse, als um den Mord an einem Individuum.

Terreblanche sei nur ein Individuum in Südafrika gewesen. Terreblanches Organisation hatte den Tod des 69-Jährigen mit dem Singen eines Liedes aus der Zeit der Apartheid in Verbindung gebracht. Darin wird unter anderem dazu aufgefordert, die Buren zu töten. Terreblanche war am Samstag von zwei jungen Schwarzen ermordet worden, angeblich bei einem Streit um nicht gezahlten Lohn.