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Morales' Partei muss Verluste bei Regionalwahlen hinnehmen

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Morales' Partei muss Verluste bei Regionalwahlen hinnehmen

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Der linksgerichtete bolivianische Präsident Evo Morales hat den Sieg seiner Partei “Bewegung zum Sozialismus” (MAS) bei der Regional- und Kommunalwahl beansprucht. Allerdings konnte die MAS nicht ihr überragendes Ergebnis der Präsidentenwahl vom vergangenen Dezember wiederholen, bei der Morales mit mehr als 64 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden war. Auch Morales räumte ein, dass das Wahlergebnis einen bitteren Beigeschmack habe. Der Politikwissenschaftler Jorge Lazarte analysiert das Wahlergebnis so: “Die Regierung hat in mehr als der Hälfte der Regionalhauptstädte verloren. Dazu kommt, dass sie im Westen des Landes verloren hat, wo normalerweise die soziale Basis und die stärkste Unterstützung für die Regierung zu finden ist.” Morales, der erste gewählte Indio-Staatschef in der Geschichte des südamerikanischen Landes, rief die Opposition auf, den von seiner Regierung eingeschlagenen Weg eines tiefgreifenden Wandels für mehr soziale Gerechtigkeit konstruktiv zu begleiten. Nach Angaben ausländischer Wahlbeobachter verlief die Wahl ordnungsgemäß.