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Obama ändert Nuklearstrategie

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Obama ändert Nuklearstrategie

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Präsident Barack Obama ändert die militärische Nuklearstrategie der USA: Atomwaffen sollen künftig bei der Verteidigung des Landes eine geringere Rolle spielen als bisher.

Die USA verpflichten sich in Abkehr von ihrer bisherigen Doktrin erstmals dazu, keine Atomwaffen gegen Nicht-Atommächte einzusetzen, die sich an den Vertrag zur Nichtweiterverbreitung von Nuklearwaffen halten.

Jedoch legte sich Obama nicht auf einen Abzug der rund 200 taktischen Atomwaffen aus Europa fest. Das bedeutet, dass in Deutschland weiterhin noch bis zu 20 Atomsprengköpfe vom Typ B-61 lagern werden.

Der US-Präsident hatte vor einem Jahr in Prag seine Vision von einer atomwaffenfreien Welt dargelegt. Die Grundsatzrede gilt als Basis für die Entscheidung, Obama den Friedensnobelpreis zuzuerkennen.

Obama wird zum Abschluss des neuen START-Vertrages in die tschechische Hauptstadt zurückkehren.

Der US-Präsident und Kremlchef Dmitri Medwedew wollen nächste Woche in Prag das Abrüstungsabkommen unterzeichnen.