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Schüler kehren zurück

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Schüler kehren zurück

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Knapp drei Monate nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti haben am Montag die ersten Schulen in der Hauptstadt Port-au-Prince wieder ihre Pforten geöffnet.

Doch längst nicht überall konnte der Unterricht wieder aufgenommen werden. Zwar unterstützt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, den Wiederaufbau der Schulen – viele Schüler hatten sich aber umsonst auf den Weg gemacht. Sie standen in Uniformen und mit geputzen Schuhen vor verschlossenen Türen.

Dazu ein Schüler: “Nach der Katastrophe habe ich einige meiner Träume für immer verloren. Und ich war sehr traurig, denn ich habe auch einige Freunde verloren und einige Lehrer. Ich bin sehr traurig, wenn ich an die Schule zurückkomme. Aber ich weiß, alles ist möglich mit Gott. Ich bin hier, um etwas zu lernen. Ich brauche eine gute Ausbildung.”

Bei dem Erdbeben am 12. Januar waren rund 4000 Schulen zerstört worden. Auch das Gebäude des Kultusministeriums lag in Trümmern.

“In einigen Schulen findet jetzt wieder Unterricht statt”, so der Leiter der Holy Trinity School. “Bei uns wird das nicht der Fall sein. Wir haben keine Zelte vom zuständigen Ministerium erhalten. Wir sind einfach noch nicht bereit.”

Vertreter von UNICEF erklärten, es sei Ziel innerhalb der nächsten zwei Monate mehr als 700. 000 Schüler wieder in den Unterricht zu bringen . Schon vor dem Erdbeben war das Bildungssystem auf Haiti ungenügend entwickelt und unterfinanziert. Viele Kinder aus ärmeren Familien hatten nicht die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.